mEDIENPROJEKT IM BEREICH fILM - STOP MOTION - SOUND COLLAGEN - BLOG

für JUGENDLICHE AUS DEM LANDKREIS LEIPZIG

gefördert durch den landesfilmdienst Sachsen für jugend- und erwachsenenbildung e.v.


Workshop 1 - Schlaraffenland

Workshop 2 - Gestern - Heute - Morgen

mit leonore kasper und martina jacobi-wilhelm


Das Projekt THE FUTURE IS UNWRITTEN hat Zukunftsfragen von Jugendlichen im ländlichen Leipziger Raum aufgeworfen.

Was wünschen sich Mädchen und Jungen in der Provinz für ihre Zukunft? Welche Ängste, Visionen oder Ziele verfolgen diese Jugendlichen?

THE FUTURE IS UNWRITTEN wollte dabei gleichzeitig mediale Ausdrucksformen anbieten und vermitteln und dabei Prozesse der Reflektion und Selbstbefragung bei den TeilnehmerInnen in Gang setzen. Wir haben uns gemeinsam mit jungen Menschen aus Wurzen dieser Aufgabe genähert. Im Netzwerk für demokratische Kultur e.V. nutzten wir Räumlichkeiten um mit Mädchen und Jungen aus der Region am Thema zu arbeiten. Bevor die eigentliche Produktion begann, fanden die Jugendlichen heraus, dass Bilder eine Geschichte transportieren und es Bildbotschaften gibt. Die TeilnehmerInnen verfassten selber ein Konzept, das als Orientierungshilfe und Ablaufplan diente und dessen inhaltliches Ziel die Kernaussagen verdeutlichte. Die Filme und Hörbeispiele veranschaulichen die Themen, aus dem Verständnis der Mädchen und Jungen heraus. Die medienpädagogischen Herangehensweise förderte die kreative Handlungskompetenz der teilnehmenden Jugendlichen.

Die technischen Inhalte des Workshops bezogen sich auf die Grundlagen der Kamera- und Videotechnik sowie der spielerischen Verarbeitung von Ideen in Trickfilm Formaten. Die intensiven Gespräche über Wünsche und Träume, aber auch Ängste und Befürchtungen sowie das Führen von Interviews zu den Themen mit Erwachsenen, hat den Prozess der Selbstvergewisserung und somit Selbstwertigkeit bei den Jugendlichen gestärkt. Sie konnten sich in der Gruppenarbeit mit Gleichaltrigen spiegeln und ebenfalls eigene Ansätze und Bedürfnisse erkennen und formulieren. Die Außenwahrnehmung der Jugendlichen, bei den sie begleitenden PädagogInnne und Familien, hat sich verändert. Öffnungen und Gespräche miteinander wurden möglich und bekamen einen konkreten Rahmen. Für die Zukunft hoffen wir, dass die Jugendlichen weiterhin ihre Ängste und Wünsche äußern können und Wege finden, diese auch öffentlich auszudrücken. Mit diesem Projekt wurden erste Möglichkeiten dazu aufgezeigt.


Teilnehmer_In

Im Projekt waren Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund aus dem ländlichen Leipziger Raum beteiligt. Sie hatten sich für die Projektarbeit angemeldet, die außerhalb der Schulzeiten stattfand.

aktion

Spielerisch wurden die Ideen der Jugendlichen in kleine Szenen umgesetzt. Dabei unterstütze uns an zwei Tagen Paul Lederer, der theaterpädagogisch mit den Mädchen und Jungen gearbeitet hat.

Aus dieser gemeinsamen Zeit enstanden Schauspiel,  Stop - Motion Filme, Sound Collagen und Interviews. Vieles wurde später im Film verwendet oder als Fotodokumentation verarbeitet.

Idee

In den Gruppen wurde u.a. zum Thema "Schlaraffenland" gearbeitet. Über die naheliegenden Süßigkeiten wurde schnell zu anderen elementareren Fragen gemeinsam gesprochen. Die Ergebnisse wurden schriftlich festgehalten und in Interviewfragen aufgearbeitet, Diese nutzten die TeilnehmerInnen im späteren Verlauf des Projektes um BürgerInnen zu befragen.

wunsch

Durch die gemeinsame gruppen- und medienpädagogische Bildung konnten die Jugendlichen ihre Vorstellungen und Wünsche für die Zukunft erforschen, benennen und auf vielfältige Weise aufzeichnen. Sie haben sich und die anderen TeilnehmerInnen besser kennen gelernt  und sich mit Stereotypen und der Enstehung von Vorurteilen auseinander gesetzt.. Es bleibt zu wünschen, dass sie ihre Zukunft verantwortungsvoll und bewusst gestalten können und sich an gesellschaftlichen Prozessen positiv beteiligen werden.